| |
Theme :
Allgemeine Fragen zu INTERLIS 
Frage:
Was ist INTERLIS?
Frage: Was sind die Gründe (der Nutzen),
die für INTERLIS sprechen?
Frage: Was sind die Unterscheidungsmerkmale
von INTERLIS gegenüber anderen Standards?
Frage: Was sind die wichtigsten Eigenschaften
von INTERLIS?
INTERLIS-Modelle, -Modellierung und -Daten 
Frage: Gibt es Beispiele zu INTERLIS-Datenmodellen?
Frage: Gibt es eine Übersicht über realisierte
INTERLIS-Datenmodelle?
Frage: Wo findet man Beipieldaten im INTERLIS-Format?
Frage: Gibt es schon Signaturenbibliotheken,
z.B. Punktsymbole (INTERLIS 2)?
INTERLIS genauer kennen lernen 
Frage: Wer hat INTERLIS entwickelt?
Frage: Welche Organisationen und Firmen stehen
hinter INTERLIS?
Frage: Welche Alternativen gibt es zur modell-basierten
Methode mit UML und INTERLIS (INTERLIS versus ...)?
Frage: Wann ist es nicht sinnvoll
die modell-basierte Methode mit UML und INTERLIS einzusetzen?
Frage: Warum genügen nicht z.B. "Shapefiles"
für die Interoperabilität von Daten (INTERLIS-Transfer versus Shapefile)?
Frage: Was sind die Hauptunterschiede von
INTERLIS Version 2 zu 1?
Frage: Welche Gründe gibt es für einen Wechsel
von INTERLIS 1 zu INTERLIS 2?
Frage: Was ist die "modell-basierte
Methode"?
Frage: INTERLIS ist "nur" eine
Schweizer Lösung: Was ist die Zukunft von INTERLIS?
Frage: Kann man die modell-basierte Methode
(und damit INTERLIS) auch anwenden, wenn die Daten schon vorhanden sind?
Technische Fragen zu INTERLIS 
Frage: Ist INTERLIS kompatibel zu UML?
Frage: Ist INTERLIS kompatibel zu XML und/oder
XML Schema?
Frage: Ist INTERLIS kompatibel zu GML?
Frage: Wann ist die INTERLIS 2-Norm definitiv?
Frage: Was für Wege gibt es von INTERLIS
1 (ILI1) oder INTERLIS 2 (ILI2) nach UML und zurück?
Frage: Wo gibt es mehr Informationen zu INTERLIS-Datenmodellen?
Frage: Ab wann gibt es INTERLIS 2-SW für
GIS?
Frage: Für welche GIS/Konverter ist (noch)
kein Termin und kein Projekt/Auftrag bekannt?
Frage: Kann man INTERLIS 1-Daten nach 2 konvertieren?
Frage: Kann man INTERLIS 2-Daten nach 1 konvertieren?
Frage: Für welche Geoinformationssysteme
(GIS) und Datenbanken gibt es INTERLIS-Werkzeuge (Konverter)?
Frage: Welche GIS und Geo-Werkzeuge unterstützen
INTERLIS 2?
Frage: Was gibt es für Sevices, die auf INTERLIS-Technologie
aufbauen?
Frage: Wo kann man sich über INTERLIS kurz
informieren (Management Summaries etc.)?
Frage: Gibt es Online-Tutoriale über INTERLIS?
Frage: Gibt es Artikel und Literatur über
INTERLIS?
Frage: Gibt es Weiterbildungsmöglichkeiten
(z.B. Kurse) zu INTERLIS?
Frage: Welche Diskussionsforen zu INTERLIS
gibt es?
INTERLIS-Software 
Frage: Wo gibt es technische Informationen
zu INTERLIS (z.B. um selber einen Konverter zu schreiben?)
Frage: Mit welchen Werkzeugen kann ich INTERLIS
editieren (z.B. UML-Klassendiagramm-Editor)?
Frage: Ist INTERLIS auch ein XML-Sekundärstandard?
Frage: Was für Open Source-Projekte und FreeWare
gibt es zu INTERLIS?
Allgemeine Fragen zu INTERLIS
Frage: Was ist INTERLIS?
INTERLIS ist ein Beschreibungs- und Transfermechanismus für Geodaten
(daher "The GeoLanguage"). Mit dieser einheitlichen Sprache
können Fachleute ihre Datenmodelle präzise modellieren und daraus Softwareapplikationen
und Schnittstellendienste ableiten. Die Grundidee von INTERLIS besteht
darin, dass ein digitaler Austausch von strukturierten Informationen
nur möglich ist, wenn die am Austausch beteiligten Stellen eine genaue
und einheitliche Vorstellung über die Art der auszutauschenden Daten
haben. INTERLIS befasst sich deshalb sowohl mit der systemneutralen,
konzeptionellen Beschreibung von Geodatenstrukturen als auch mit der
Festlegung des Austauschformates. Vordefiniert ist zurzeit das systemneutrale
INTERLIS-Dateitransferformat (ITF, Version 1) und INTERLIS 2/XML (Version
2). INTERLIS 1 wurde 1993 in der Gesetzgebung über die amtliche Vermessung
vorgeschrieben und wird seit 1998 von der Schweizer Normen-Vereinigung
(www.snv.ch) als Norm SN 612030 herausgegeben. Im September 2003 wird
INTERLIS 2 - nach mehrjähriger Entwicklung und Tests - offiziell als
Norm SN 612031 publiziert. INTERLIS 2 enthält wichtige, von den Benutzern
geforderte Erweiterungen, wie z.B. Datenreplikation (Synchronisation,
sog. inkrementelle Nachlieferung), volle Kompatibilität zu UML-Strukturdiagrammen,
XML und ISO 19100 sowie Möglichkeiten zur Grafikdefinitionen. Mit diesem
modell-basierten Ansatz lässt sich auch die Prüfung und Archivierung
von Geodaten automatisieren (vgl. Anforderungen von SN 612010). Die
meisten auf dem (Schweizer) Markt erhältlichen Geoinformationssysteme
unterstützen diesen Standard und es gibt mittlerweile über hundert Projekte
- darunter Richtlinien verschiedenster Fachverbände - in denen INTERLIS
mit Erfolg eingesetzt wird (Stand Ende 1999). Mehr Informationen zu
INTERLIS sind auf > Infos+Download sowie
www.interlis.ch, den offiziellen
INTERLIS-Webseiten, zu finden.
Frage: Was sind die Gründe (der Nutzen), die
für INTERLIS sprechen?
Das sind 5 Hauptgründe für den Einsatz von UML (Struktur-, bzw. Klassendiagrammen)
zusammen mit INTERLIS:
-
Verständigung unter Fachspezialisten unterschiedlicher Ausrichtung,
vom Geomatiker und Planer bis zum Informatiker
-
Automatisierter Transfer durch Kompatibilität der Systeme (sog.
Interoperabilität von Daten und Systemen durch modell-basierter
Transfer)
-
Langfristiger Investitionsschutz
-
Effiziente Integration von Daten und Systemen
-
Qualitätssicherung (Verifikation) von Daten
Der Nutzen von INTERLIS wurde in einem Bericht anhand von Kriterien
und Fallstudien in harten Franken nachgewiesen (siehe Bericht 17 der
L+T in > Infos+Download > Literatur).
Frage: Was sind die Unterscheidungsmerkmale
von INTERLIS gegenüber anderen Standards?
Das sind die 5 Unterscheidungsmerkmale ("unique selling points")
für den Einsatz von UML (Struktur-, bzw. Klassendiagrammen) zusammen
mit INTERLIS:
-
INTERLIS ermöglicht Integration von Daten und Systemen
-
INTERLIS bietet Investitionsschutz von Daten, Applikations-Dokumentation
und Wissen durch internationale Kompatibilität und national breite
Abstützung (Normen, Kurse)
-
INTERLIS fördert Effizienz durch implementierte Werkzeuge
-
INTERLIS beweist Zukunftssicherheit: hat bereits Trends überlebt
-
INTERLIS ist konkurrenzlos (d.h. es gibt kaum Alternativen):
-
UML alleine genügt nicht, ISO 19100 liefert nicht
-
OGC liefert nur Teile: verwendet UML nur informell und XML
Schema ist nicht modell-basiert, nicht gut lesbar
-
Webservices z.B. sind a) noch nicht da und b) verlangen nach
Datenbeschreibung... also UML/INTERLIS
-
Datenbanken (z.B. ORACLE) alleine sind meist zentralistisch,
per Definition proprietär, dokumentieren nicht konzeptionell,
bieten keine offenen Schnittstellen und sind ohne externe Schnittstellen
nicht Migrations-sicher
Frage: Was sind die wichtigsten Eigenschaften
von INTERLIS? 
-
INTERLIS ist kompatibel und konsistent zu internationalen Standards
-
INTERLIS ist modell-basiert (investitionssichernd) durch klare
Schnittstellen für Daten und Operationen, d.h. Verständigung mit Daten-Schemas,
insbesondere Geodaten-Schemas, kombiniert mit automatisierter Definition
von system-neutralen Datenschnittstellen (XML, APIs)
-
INTERLIS ist kompakt, stabil und konsistent, denn das Referenzhandbuch
umfasst weniger als 80 Seiten und ändert nicht jedes halbe Jahr; INTERLIS
2 bietet eine gleichartige Syntax für alle inkl. Datensichten
-
INTERLIS wurde als verschiedenste Software implementiert, ist also
praxis-getestet und ausserden frei verfügbar als eine offizielle Norm!
-
INTERLIS ist generisch und universell integrierend, denn die Spezifikation...
-
ist objektorientiert: computergestütztes Modellieren und Lesen
von erweiterten Daten
-
erlaubt Synchronisation: Replikation verteilter Systeme/Daten
(sog. inkrementelle Nachlieferung)
-
erlaubt Mehrsprachigkeit: automatisches Lesen und Verwalten
von Daten aus mehrsprachigen Datenmodellen
-
ist Geodaten-spezifisch: kennt (bei Bedarf) Geometrie-Datentypen,
Konsistenzbedingungen, Grafikdefinitionen inkl. Signaturen
INTERLIS-Modelle, -Modellierung und -Daten
Frage: Gibt es Beispiele zu INTERLIS-Datenmodellen?

Frage: Gibt es eine Übersicht über realisierte
INTERLIS-Datenmodelle?
Frage: Wo findet man Beipieldaten im INTERLIS-Format?

Frage: Gibt es schon Signaturenbibliotheken,
z.B. Punktsymbole (INTERLIS 2)? 
INTERLIS genauer kennen lernen
Frage: Wer hat INTERLIS entwickelt?
Die INTERLIS-Spezifikation wird von der Koordinationsstelle GIS beim
Bund, KOGIS, gepflegt und weiterentwickelt im Auftrag der Eidg. Vermessungsdirektion,
Swisstopo, Wabern bei Bern/CH, abgestützt auf ein Gesetz der Schweizerischen
amtlichen Vermessung. Die Eidg. Vermessungsdirektion und KOGIS wiederum
haben die eigentliche Spezifikationsarbeit einem Gremium von ausgewiesenen
Fachleuten übertragen ("Das INTERLIS-Kernteam"), das sich
aus Vertretern der Hochschule, der öffentlichen Verwaltung, der Softwareindustrie
und aus Beratern zusammensetzt. INTERLIS wurde mit Erfolg an internationalen
GIS-Konferenzen vorgestellt und ist in den einschlägigen internationalen
Normierungsgremien bekannt als wohl die erste Norm, welche die modell-basierte
Methode auf breiter Basis und mit Werkzeugen realisiert hat.
Frage: Welche Organisationen und Firmen stehen
hinter INTERLIS?
Primär stehen Bundesstellen hinter der Entwicklung von INTERLIS, allen
voran KOGIS, zusammen mit der Eidg. Vermessungsdirektion. Dann sind
es die kantonale und kommunale Stellen, welche die Kompetenz oder einfach
den Bedarf haben, die Verwaltung und den Austausch von Geodaten zu regeln.
Angesichts der Tatsache, dass der grösste Nutzen bei der Gesamtorganisation,
d.h. bei öffentlichen Verwaltung (oder sonst einer grossen Organisation)
anfällt, ist es auch konsequent, dass diese Norm von diesen Stellen
eingesetzt und gefördert wird. Zu den grossen Organisationen sind auch
die Dachverbände zu zählen, welche diese Norm ihren Mitgliedern empfehlen,
wie z.B. die SOGI, der SVGW oder der VSA, etc. Eigentlich sind es ja
die Benutzer, die einen Bedarf haben, ihre Daten zu dokumentieren und
mit anderen zu integrieren. Die GIS-Benutzergemeinde hat jedoch keine
einheitliche Stimme, weswegen wir hier nur auf die verschiedenen Berichte
und "Success Stories" verweisen wollen, die z.T. in >
Infos+Download > Literatur zusammengestellt sind. Letzlich sind
es jedoch immer Firmen, welche Software entwickeln und den Benutzern
beratend zu Seite stehen. Auf > Infos+Download
>> Software und -Konfigurationen zu INTERLIS gibt es eine
"Liste von INTERLIS-Werkzeugen und -Services, die dokumentieren,
wieviele Firmen INTERLIS direkt oder indirekt unterstützen.
Frage: Welche Alternativen gibt es zur modell-basierten
Methode mit UML und INTERLIS (INTERLIS versus ...)?
Zurzeit sind uns keine Alternativen bekannt, welche die modell-basierte
Methode mit UML und INTERLIS ersetzen könnten. Es gibt wohl einige Bestrebungen
in dieser Richtung, wie die folgenden (dabei ist zu beachten, dass man
jederzeit und automatisiert von INTERLIS auf alle erwähnten Alternativen
wechseln könnte, wenn man wollte, kaum aber umgekehrt):
-
ISO 19100 (Stand 2003): Die ISO 19100-Serie verwendet ebenfalls
UML verbunden mit spezifischen Datentypen und Ergänzungen, z.T. ganz
ähnlich wie INTERLIS. Die fast dreissig (!) ISO 19100-Spezifikationen
sind jedoch weder getestet worden noch sind sie "schlank".
D.h. es ist in Frage gestellt, ob sie implementierbar sind. Dies wurde
von der ISO selbst erkannt und es wurden Arbeiten zur Erarbeitung
von sogenannten "Profilen" angesetzt. Bis die letzten ISO
19100-Normen verabschiedet sind, vergehen noch Jahre. Und ob sich
die ISO-Normen gegenüber agileren "de facto"-Standards,
wie OGC, durchsetzen, ist völlig ungewiss. Möglich ist auch, dass
die ISO-Spezifikationen von OGC "absorbiert" werden.
-
UML informell (Stand 2003): OGC verwendet zum Beispiel zwar ebenfalls
UML in seinen Spezifkationen, jedoch nur als reine informelle (Nach-)
Dokumentation. Die verbindlichen Regelungen werden plattform-spezifisch
festgelegt, was als "Multi-Plattform"-Ansatz bezeichnet
werden kann. Dieser hat den Nachteil, dass Änderungen an den Basisspezifikation
einzeln und von Hand von allen abhängigen Spezifikationen nachvollzogen
werden müssen und dass Spezifikationen für zusätzliche Plattformen
ebenfalls mit grösserer Handarbeit (und viel Text) verbunden sind.
Ausserdem verunmöglicht dieser Ansatz praktisch die Erstellung generischer
Software. Das alles erschwert die Realisierung, führt zu mangelnder
Wiederverwendbarkeit sowie zu erhöhtem Migrationsaufwand.
-
XML Schema alleine: XML Schema geht zwar in dieselbe Richtung wie
INTERLIS, ist aber eng mit XML verbunden und enthält Datentypen, die
auf Programmiersprachen ausgerichtet sind. Ganz allgemein wurde XML
Schema zur Prüfung von XML-Dokumenten angelegt und erreicht nicht
das konzeptionelle Niveau, welches nötig (und machbar) ist, um Schnittstellendienste
zu beschreiben. Ausserdem ist XML Schema deutlich schlechter von Menschen
lesbar und enthält im Gegensatz zu UML und INTERLIS weder höhere objektorientierte
Konzepte (UML: Aggregation, Packages), noch Geometriedatentypen, noch
die erweiterten Möglichkeiten von INTERLIS 2 (Mehrsprachigkeit, Masseinheiten,
Grafikdefinitionen, Referenzsysteme, geometrische Konsistenzbedingungen,
etc.).
-
GML mit XML Schema (Stand 2003): GML basiert auf XML Schema, d.h.
alle in Punkt 3 erwähnten Einschränkungen gelten weiterhin, ausgenommen
die geometrischen Datentypen (OGC Simple Features) und ab GML Version
3.0 Referenzsysteme und Masseinheiten. Die Simple Features von GML
enthalten wichtige Einschränkungen (keine Topologie, nur ganze Randlinien)
und es fehlen weiterhin wichtige Eigenschaften (inkrementelle Nachlieferung,
Grafikdefinitionen, etc.). Ausserdem ist die Spezifikation nicht mehr
als "schlank" (viele XML-Substandards) und robust implementierbar
zu bezeichnen. Neue GML-Versionen sind absehbar (mit grösseren Änderungen)
und der hohe Release-Rhythmus (verbunden mit konkurrierenden Kandidaten-Spezifikationen,
wie z.B. für Grafikdefinitionen) macht es sicher nicht einfach, der
Entwicklung zu folgen.
-
UML Human Readable Textual Notation (HUTN) und XMI: Bei der OMG
sind relativ neue Spezifikationsvorschläge publiziert worden, um die
"Model-Driven Architecture" zu verbessern. Dies sind jedoch
reine Diskussionsgrundlagen mit ungewissem Ausgang und Zeithorizont.
Letztere und weitere Alternativen beweisen vor allem, dass vieles
im Fluss ist und dass die Interoperabilität von Daten und Systemen
nicht mit kurzfristigen Lösungen zu erreichen ist. Der Vollständigkeit
halber hier noch weitere Alternativen, die eigentlich nicht als solche
bezeichnet werden dürften:
-
Webservices: Der gegenwärtige "Hype" um diese "neue"
Technologie darf nicht vergessen lassen, dass netzbasierte Operationen
auf Daten operieren - und Daten müssen in Strukturen (Datentypen)
beschrieben sein. Sogar die aktuellste Diskussion dreht sich um
Metadaten zu Operationen (d.h. Daten über Operationen). Alles
dies verlangt nach Dokumentations(-Sprachen) und Applikationsschemas,
womit wir wieder bei der Datenbeschreibung mit UML und INTERLIS
sind...
-
Eigene Schnittstellendienste: Es können auch eigene Sprachen
und Schnittstellendienste entwickelt werden, unter der Annahme:
"Selber machen und niemandem zeigen" (kann auch von
Herstellern angewendet werden, um Kunden eng an sich zu binden...).
-
UML- oder Entity Relationship Diagramme als alleinige definitorische
Sprache(n): Strukturdiagramme alleine einzusetzen, bedeutet, dass
es keine direkte und keine dokumentierte Abbildung auf Schnittstellendienste
gibt.
-
Keine Interoperabilität von Daten und Systemen: Daten und Software,
die für sich alleine erfasst, bzw, geschrieben werden und/oder
danach weder gepflegt noch wiederverwendet werden, benötigen auch
weder Dokumentation noch gemeinsame Schnittstellen.
Frage: Wann ist es nicht sinnvoll die modell-basierte
Methode mit UML und INTERLIS einzusetzen?
Antwort 1: Wenn man keine Interoperabilität von Daten und Systemen
benötigt. Antwort 2: Wenn man zum Schluss kommt, dass eine der wenigen
Alternativen für die eigenen, aktuellen Bedürfnisse genügen (siehe Frage
"Welche Alternativen gibt es zur modell-basierten Methode mit UML
und INTERLIS?"). Antwort 3: Wenn man zum Schluss kommt, dass man
Interoperabilität von Daten und Systemen noch nicht benötigt (siehe
letzte Antwort zur Frage "Welche Alternativen gibt es zur modell-basierten
Methode mit UML und INTERLIS?")..
Frage: Warum genügen nicht z.B. "Shapefiles"
für die Interoperabilität von Daten (INTERLIS-Transfer versus Shapefile)?
Shapefiles sind proprietär (auch wenn sie veröffentlicht sind) und
genügen weder als Format und sicher nicht als Beschreibungssprache.
Damit gehen Informationen (d.h. Arbeit) verloren und das oben erwähnte
technische und volkswirtschaftliche Nutzenpotential wird nicht ausgeschöpft
(siehe die Antworten zu Fragen wie "Was sind die Gründe (der Nutzen),
die für INTERLIS sprechen?" oder "Was sind die Unterscheidungsmerkmale
von INTERLIS gegenüber anderen Standards?").
Frage: Was sind die Hauptunterschiede von
INTERLIS Version 2 zu 1?
-
INTERLIS 2 kann mehr als INTERLIS 1:
-
inkrementelle Nachlieferung (Replikation)
-
Grafikdefinitionen und Signaturen
-
präziser (Masseinheiten, Konsistenzbedingungen)
-
mehrsprachige Datenmodelle und Daten möglich
-
kontrollierbare Modell-Erweiterungen
-
INTERLIS 2 ist einfacher als INTERLIS 1:
-
Lesen erweiterter Daten ohne Zusatzkonfiguration
-
AREA ist wie SURFACE codiert
-
INTERLIS 2 ist gleichartig wie INTERLIS 1:
-
stabil: Schnellebige Standards werden überdauert
-
automatisierend: Es gibt Werkzeuge zur Konversion
-
realisierbar durch Einfach- und Kompaktheit (< 80 Seiten)
-
weiterhin deutlich kompakter als viele andere Standards
Frage: Welche Gründe gibt es für einen Wechsel
von INTERLIS 1 zu INTERLIS 2?
INTERLIS 2 beweist die Zukunftssicherheit dieser Norm:
-
erlaubt inkrementelle Nachlieferung, d.h. effizientere Basisdaten
-
kennt Grafikbeschreibung inkl. farbige, wiederverwendbare Signaturen
-
ist konsistent zu internationalen Standards wie XML, GML, UML
und ISO 19100
-
und weiter kann man mit INTERLIS 2:
-
automatisch (z.B. kantonal) erweiterte Daten ohne Zusatzkonfiguration
lesen
-
mehrsprachige Schemas und Daten verwalten und lesen
-
mehr Konsistenzbedingungen und Masseinheiten angeben, d.h.
noch bessere Qualitätssicherung
-
einfach von INTERLIS 1 zu INTERLIS 2 migrieren (und zurück)
D.h. INTERLIS 2 ist noch effizienter, noch internationaler abgestützt
und bietet noch mehr Investitionsschutz.
Frage: Was ist die "modell-basierte Methode"?

Die sogenannte "modell-basierte" Methode, das ist die Anwendung
moderner Projektmanagement-Techniken (Geodaten-Modellierung) unter Verwendung
einer Beschreibungssprache (z.B. die INTERLIS-Sprache) und dazugehöriger
Regeln, die systemneutrale Schnittstellendienste erlauben (z.B. INTERLIS
2/XML-Datei-Transferformat). Hinweis: Das grösste Informatikhersteller-Konsortium,
OMG, hat 2001 ein strategisches und breit angelegtes Programm unter
dem Motto "The Model-Drive Approach" vorgestellt, der genau
dem Prinzip der modell-basierten Methode entspricht (www.omg,org/mda).
Hinweis: Mehr dazu siehe > Infos+Download
> Literatur, z.B. der Artikel "Austausch und Verwaltung
unscharfer Geodaten mit der modell-basierten Methode", AGIT'01.
Frage: INTERLIS ist "nur" eine Schweizer
Lösung: Was ist die Zukunft von INTERLIS? 
INTERLIS 1 gibt es seit über 10 Jahren (2001) und wird in der Amtlichen
Vermessung noch einige Jahre genutzt. INTERLIS 2 wurde 2003 als Schweizer
Norm publiziert und bewies damit, dass eine Adaption aktueller Technologien,
wie z.B. die Objektorientierung oder XML, möglich ist. Für die modell-basierte
Methode kennen wir keine Alternative! Wenn der Zeiptunkt gekommen ist,
bei dem die internationalen Normen besser sind, kann man auf eine dokumentierte
und qualitätsgeprüfte Datenbasis mit Werkzeugen migrieren. Zurzeit ist
in der internationalen Normenszene immer noch alles im Fluss. Da ist
man froh, wenn es beständige Normen gibt. Daher spricht man bei INTERLIS
von einer nachhaltigen und zukunftssicheren Norm.
Frage: Kann man die modell-basierte Methode
(und damit INTERLIS) auch anwenden, wenn die Daten schon vorhanden sind?
Ja. Eine Dokumentation macht auch im Nachhinein Sinn. Viele Metadaten
über Geodaten werden zur Zeit ja in dieser Weise nach-erfasst. Das ist,
wie wenn man die Pläne antiker Städte im Nachhinein rekonstruiert. Diese
Pläne ergeben eine Zusatzinformation (z.B. einen Überblick oder ein
Muster), die durch reines Betrachten der einzelnen Gebäude nicht zu
erkennen gewesen wäre.
Technische Fragen zu INTERLIS
Frage: Ist INTERLIS kompatibel zu UML?
Ja! Genauer gesagt: kompatibel bezogen zum UML-Struktur- bzw. Klassendiagramm
und z.T. zu OCL. Andere Diagrammarten, wie z.B. Sequenzdiagramme sind
(noch) keine Ziele von INTERLIS, da diese Bedürfnisse z.B. durch andere
modell-basierte Methoden oder durch Programmiersprachen abgedeckt sind.
Man beachte auch den grundlegenden Mehrwert von INTERLIS zsätzlich zu
UML (siehe Frage "Welche Alternativen gibt es zur modell-basierten
Methode mit UML und INTERLIS").
Frage: Ist INTERLIS kompatibel zu XML und/oder
XML Schema? 
Ja, 100%: Siehe das INTERLIS 2-Referenzhandbuch und der INTERLIS
2-Compiler, der aus INTERLIS 1 und 2 ein entsprechendes XML Schema erzeugt.
Man beachte auch den grundlegenden Mehrwert von INTERLIS zusätzlich
zu XML Schema (siehe Frage "Welche Alternativen gibt es zur modell-basierten
Methode mit UML und INTERLIS").
Frage: Ist INTERLIS kompatibel zu GML? 
Ja! Aber es gibt Unterschiede und es kommt darauf an welche GML-Version
gemeint ist... Durch die grössere Mächtigkeit und die Flexibilität von
INTERLIS ist es möglich - und wird es auf für künftige Versionen möglich
sein - GML (Version 1, 1.1, 2.1, 3, ...) zu 100% zu generieren und zu
99% zu übernehmen. Man beachte auch grundlegenden Mehrwert von INTERLIS
zusätzlich zu GML (siehe Frage "Welche Alternativen gibt es zur
modell-basierten Methode mit UML und INTERLIS").
Frage: Wann ist die INTERLIS 2-Norm definitiv?

September/Oktober 2002 als KOGIS-Spezifikation und beim SNV als SN
612031.
Frage: Was für Wege gibt es von INTERLIS 1
(ILI1) oder INTERLIS 2 (ILI2) nach UML und zurück?
INTERLIS 1=>UML mit Visio (ili2visio von Eisenhut Informatik);
INTERLIS 1=>UML mit UML/INTERLIS-Editor von KOGIS und Rational Rose
Tool; INTERLIS 1>INTERLIS 2 & INTERLIS 1=>INTERLIS 2 mit Compiler
und mit UML-Editor; UML=>INTERLIS 2/INTERLIS 1 mit dem UML/INTERLIS-Editor
von KOGIS und dem Rational Rose Tool.
Frage: Wo gibt es mehr Informationen zu INTERLIS-Datenmodellen?
Frage: Ab wann gibt es INTERLIS 2-SW für GIS?
Ab sofort: UML-Editor und Rational Rose Tool; ab Ende 2002 ICS-Konverter;
ab 2003 von namhaften Herstellern, u.a. GeoMedia und Adalin.
Frage: Für welche GIS/Konverter ist (noch)
kein Termin und kein Projekt/Auftrag bekannt?
InterlisStudio?, FME?, C-Plan?, Bentley?
Frage: Kann man INTERLIS 1-Daten nach 2 konvertieren?

Ja, z.T. automatisch, z.T. mit Angabe des Datenmodells (z.B. DM.01).
Frage: Kann man INTERLIS 2-Daten nach 1 konvertieren?

Ja, z.T. automatisch, z.T. mit Angabe des Datenmodells (z.B. DM.01);
(übrigens geht auch die Konversion nach GML; vgl. andere FAQ).
Frage: Für welche Geoinformationssysteme (GIS)
und Datenbanken gibt es INTERLIS-Werkzeuge (Konverter)?

Frage: Welche GIS und Geo-Werkzeuge unterstützen
INTERLIS 2? 
Frage: Was gibt es für Sevices, die auf INTERLIS-Technologie
aufbauen?
Frage: Wo kann man sich über INTERLIS kurz
informieren (Management Summaries etc.)? 
Frage: Gibt es Online-Tutoriale über INTERLIS?

Ja: siehe das computer-basierte Trainingsprogramm (CBT) 'INTERLIS 1-CD'
zum Herunterladen auf INTERLIS 1 -> Downloads.
Frage: Gibt es Artikel und Literatur über
INTERLIS? 
Frage: Gibt es Artikel und Literatur über
INTERLIS? 
Frage: Gibt es Weiterbildungsmöglichkeiten
(z.B. Kurse) zu INTERLIS?
Frage: Welche Diskussionsforen zu INTERLIS
gibt es? 
INTERLIS-Software
Frage: Wo gibt es technische Informationen
zu INTERLIS (z.B. um selber einen Konverter zu schreiben)? 
Frage: Mit welchen Werkzeugen kann ich INTERLIS
editieren (z.B. UML-Klassendiagramm-Editor)?
Frage: Ist INTERLIS auch ein XML-Sekundärstandard?

Frage: Was für Open Source-Projekte und FreeWare
gibt es zu INTERLIS?
|
|